Eine meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen ist spazieren gehen.

Mich schreckt nichts ab, weder Schmutz, Schlamm oder Wasser. Ich lege mich auch gern mal in eine Pfütze und wälze mich liebend gern im Gras.

Dies hat nun den Effekt, daß ich bei schlechtem Wetter meistens ziemlich wüst aussehe. Und wenn ich dann in die Wohnung komme: Naja.

Ich glaube, für eine Wohnung mit hellem Teppich wäre ich nicht unbedingt geeignet (jedenfalls, wenn der Teppich auf längere Zeit hell bleiben soll).

Bei mir zu Hause gibt es nur Holzfußboden oder Fliesen. Da ist es dann nicht so schlimm.

Eigentlich ist mein Fell selbstreinigend. Der grobe Schmutz fällt nach einiger Zeit ab.

 

 

 

 

Ich bringe von meinen Gartenbesuchen fast immer etwas mit ins Haus. Mal kleine Zweige, Stroh, Moos, Grashalme. Und beim Spaziergang haben wir auch schon schlechte Erfahrungen mit Kletten gemacht.

Im Sommer gehe ich gerne baden, da wird mein Fell dann von ganz allein wieder sauber. Deswegen muß ich auch ganz selten in die Badewanne.

Ich würde auch bei kaltem Wetter in einen Bach gehen, aber das darf ich nicht. Manno!

 

 

Spätestens nach dem Bürsten sehe ich wieder toll aus.

 
       

Ich habe ein eigenes Sofa, das wurde dann zur „Kämmestation“ umfunktioniert.

 

Viele andere haben auch spezielle Tische hierfür.

 
Im Frühjahr oder Sommer nehmen wir auch gerne mal die Hundehütte (in der man so schön buddeln kann).  
Brigitte hat schon in den ersten Tagen, als ich zu Hause war angefangen, mich ans Bürsten zu gewöhnen. Sie hat mich zuerst immer nur mit dem Rücken der Bürste gestreichelt und mich ganz dolle gelobt, wenn ich es mir gefallen lassen habe.

Nach und nach wurde dann immer mehr gebürstet. Mein Fell war ja noch kurz und es war ja auch gar nicht so schlimm.

Ich bin dann die ersten Jahre ungefähr 2 mal in der Woche gebürstet worden. Wenn das Fell langsam länger wird, muß es schon gepflegt werden, sonst verfilzt es irgendwann und dann muß es geschoren werden und bietet keinen Schutz mehr. Und mit kurzem Fell sehe ich auch nicht mehr so unwiderstehlich aus.

Jetzt, wo ich über 3 Jahre alt bin und mein „Erwachsenenfell“ habe, ist die Pflege einfacher. Da dauert das Bürsten dann, je nach Wetterlage und Jahreszeit, ungefähr ein bis zwei Stunden.

Einmal in der Woche ist jetzt bei uns großes Bürsten angesagt. Das reicht auch, denn zuviel bürsten ist auch wieder nicht gut für das Fell.

Wir fangen immer beim Kopf an. Zuerst wird der Bart mit einem Griffkamm gekämmt.

Das ziept schon manchmal etwas. Aber Brigitte paßt auf, daß es nicht weh tut.

Wenn der Bart einmal zu schmutzig ist hilft es, ihn mit Kartoffelmehl zu reinigen. Das Mehl wird eingeknetet und wenn es trocken ist, wieder ausgebürstet. So was machen wir aber immer im Garten. Da kann es ruhig etwas stauben.

Bei Bedarf schneidet mir Brigitte die Haare oben am Nasenrücken, über den Augen und an der Stirn kürzer.

Wir haben sie erst wachsen lassen. Aber ich bin öfters gegen Autostoßstangen bei geparkten Autos und Hindernisse gelaufen. Als ich einmal frontal gegen eine Hauswand gelaufen bin, hat Brigitte eine Bastelschere genommen (vorne abgerundet) und mir die Haare um die Augen gekürzt. Sie muß dann aber immer aufpassen, daß die Haare auf der Nase nicht zu lang werden und ins Auge pieken.

So kann ich auch viel besser meinen Beardie-Blick einsetzen :-)

Viele nehmen auch ein Gummiband und binden die Stirnhaare nach hinten. Wir haben es auch versucht, aber es hat nicht so gut geklappt

Danach sind die Ohren dran. Nach dem Kämmen zieht Brigitte vorsichtig die Haare, die in der Ohrmuschel sind nach außen, damit ich besser Frischluft in meinen Gehörgang bekomme.

Manchmal gehen dabei auch einige aus aber das sind dann die „toten Haare“, die sowieso schon lose waren.

Als ich noch klein war, war mir das erst nicht so geheuer. Aber jetzt habe ich mich schon dran gewöhnt.

Wenn die Ohren zu schmutzig sind nimmt Brigitte meinen Hundewaschlappen und reinigt die Ohrlappen mit Babyöl. Aber nur von außen, damit kein Öl in den Gehörgang kommt.

Es gibt Stellen, an denen sich die Haare besonders gern verheddern. Unter den Ohren, den Vorderbeinen und an den Hinterbeinen.

Wenn sich starke Knoten gebildet haben, zupft Brigitte sie vorher mit den Fingern auseinander und löst alles ein wenig.

 

 

Größere Knoten kann man ganz toll mit einem Brieföffner (mit Rasierklinge) trennen indem man ihn einfach öfters durch den Knoten zieht. Er läßt sich dann hinterher leicht auskämmen.

 

Nun kann ich es mir auf dem Sofa richtig bequem machen. Zuerst ist die linke Seite dran.

Brigitte bürstet zuerst mit einer Rollbürste meinen Rücken und die Seite, damit die Haare erstmal grob in die richtige Richtung kommen.

 

Dann kämmt sie mit einer normalen Drahtbürste hinterher.

 

 

Zum Schluß nochmal mit einem Stockhaarstriegel. Da drehen sich, wie beim Griffkamm, die Zinken mit und sie kann prima die Unterwolle damit rauskämmen.

Man kämmt am besten in Lagen, damit man auch alle Stellen erwischt.

Dann ist der Schwanz dran, daß eine Hinterbein und dann das Vorderbein. Da setze ich mich dann meist schon hin und Brigitte nutzt immer die Gelegenheit und bürstet meine Brusthaare.

Was ich immer nicht so toll finde, ist das kämmen der Pfoten. Da stelle ich mich manchmal schon ganz schön an.

Dann heißt es umdrehen und die rechte Hälfte ist dran.

Jetzt ist es bald geschafft. Wenn Brigitte sagt „auf den Rücken“, schmeiße ich mich auf den Rücken. Dabei wird dann ganz schön rumgealbert und erstmal eine Runde Bauchkraulen eingelegt. Ich werde dann auch immer ganz dolle gelobt.

Zuerst sind dann die Haare unter den Vorderbeinen dran. Da kommt Brigitte besser dran, wenn ich auf dem Rücken liege. Wenn sie mit den Bauchhaaren fertig ist guckt sie nochmal, ob der Hintern schmutzig ist. Das ist aber selten der Fall.

Auch die Pfoten werden auf Fremdkörper kontrolliert. Im Winter schneidet Brigitte mir die Haare zwischen den Ballen kurz. Da sammelt sich dann nicht soviel Schnee und Eis und es tut beim Auftreten nicht weh.

Irgendwann heißt es dann „Fertig“.

Dann springe ich auf, schüttel mich erstmal richtig durch und renne dann Richtung Küche. Ich weiß genau, daß Brigitte dort eine Belohnung für mich bereithält. Die fresse ich dann erstmal ganz in Ruhe auf während Brigitte das „Schlachtfeld“ reinigt.

 

Hier kommt eine besonders tolle Reinigungsbürste zum Einsatz. Wenn man damit über das Sofa oder die Kleidung geht, knüddeln die Haare sich an dem Schaumstoff zusammen und lassen sich ganz leicht entfernen.

 

Ab und zu kürzt Brigitte mir die Daumenkrallen, wenn sie zu lang werden. Ich bin beim Rumtoben schon einmal damit hängengeblieben und habe mir die Haut ein wenig eingerissen. Sie ist sehr vorsichtig und achtet darauf, daß sie nicht ins "Leben" schneidet.

 

Es gibt bestimmt noch viele andere Methoden beim Bürsten. Aber wir haben es uns so angewöhnt und kommen auch gut damit zurecht.

Ich glaube, Brigitte freut sich immer, wenn jemand sagt „das ist aber ein hübscher Hund“. Die sollten mich mal sehen, wenn ich bei Regenwetter aus dem Wald komme :-)